Supermärkte sollen übriges Essen spenden, statt wegzuwerfen.

Laut WWF werden deutsche Supermärkte über 2,5 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich einfach weg. Vieles davon ist noch essbar, Gemüse, Brot und Milchprodukte. Sie werden nur entsorgt, weil das Verfallsdatum überschritten ist. Aber es gibt ein Einsehen, deshalb schlagen die Deutschen Alarm. Europaweit sollten Supermärkte verpflichtet werden, abgelaufene Lebensmittel zu spenden. An die Tafel oder andere gemeinnützige Organisationen, und warum auch nicht. 

Pexels

In einer Studie sprachen sich 87 % für ein Gesetz aus, welches den Supermärkten verbietet, abgelaufene, aber noch gute Lebensmittel weg zu werfen. Pro Tag werden in jedem Supermarkt 40 kg Lebensmittel entsorgt. Das hat Menschen so aufgewühlt, dass sie eine Online-Petition an das EU-Parlament geschickt haben, darin die Forderung, die Lebensmittelverschwendung endlich zu reduzieren. 800.000 Menschen haben unterzeichnet, alleine in Deutschland haben 180.000 Menschen ihren Namen darunter gesetzt. Das Ernährungsministerium hat 2012 den Schnitt von jährlich 11 Millionen Tonnen Nahrung im Müll veranschlagt – und der Großteil hätte noch gegessen werden können.

Pexels

Europaweit sind die Zahlen noch schlimmer – denn europaweit wirft jeder Supermarkt 40 kg Lebensmittel weg – und das jeden Tag. In Frankreich hat man schon einen Schnitt gemacht und ein Gesetz eingeführt. Seit Februar müssen Supermärkte die übrigen Lebensmittel spenden. Italien hat im März auf seine eigene Art reagiert, sie planen ein Gesetz, in dem Supermärkte, die spenden, weniger Steuern zahlen müssen.

Pexels

In Deutschland laufen viele private Initiativen, teils sehr erfolgreich, damit die Lebensmittelverschwendung eingedämmt wird. In Berlin hat Mitte des Jahres das ‘Restlos glücklich‘ eröffnet, ein Reste-Restaurant, welches mit Lebensmitteln kocht, welche sonst im Müll landen würden. Aber auch die Regierung reagiert, auch sie arbeitet an Plänen. Bis 2030 sollen die weg geworfenen Lebensmittel zur Hälfte reduziert werden. Man kann das schaffen, wenn man zum Beispiel das Mindesthaltbarkeitsdatum abschafft. Im Juli behauptete der Bundeslandschaftsminister, dass ein entsprechendes Gesetz in zwei Jahren zum Tragen kommen kann. Die Lösung Frankreich’s ist für Deutschland angeblich nicht passend.

Pexels

Teile den Beitrag, wenn du auch begeistert bist.

Quelle Huffingtonpost