In diesem Supermarkt bezahlt man so viel, wie man will.

So viel wie wir jährlich an Nahrungsmitteln entsorgen – England ist Spitzenreiter in Europa. Rund 15 Millionen Tonnen werfen sie jährlich weg, während geschätzte 13 Millionen Briten in Armut leben. Täglich stehen sie vor der Frage, wie sie sich und ihre Familie über die Runden bringen können. ‘Real Junk Food Project’ hat genug von den Zuständen – und eröffnete den ersten Supermarkt für Lebensmittelreste in der Nähe von Leeds, England.

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Die Lebensmittel sind frisch und wären doch auf dem Müll gelandet. Auch werden die Waren nicht mit normalen Preisen ausgezeichnet, sondern die Kunden bezahlen das, was sie möchten oder können. Gesammelt wird aus Kleingärten, Supermärkten, Cafés, Restaurants, Lebensmittel-Fotografen, Veranstaltungen und Essensausgaben. Die Organisation erklärt mehr dazu auf ihrer Website.

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Erst im September 2016 eröffnet, ist der Bedarf doch riesig. Adam Smith hat vor einiger Zeit ‘Real Junk Food Project’ gegründet und plant nun ein größeres, weiteres Warenhaus. Das Ziel ist, in jeder Großstadt Großbritanniens eines zu eröffnen. Jede Stadt soll in der Zukunft eine zentrale Lagerstelle, ein Warenhaus und ein weiteres Projekt namens ‘Fuel for School Project’ haben.

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Bei den ‘Fuel for School Project’ handelt es darum, Schulcafeterias mit Lebensmittel auszustatten, welche sonst auf dem Müll gelandet wären. So wird weiterer Müll verhindert und die Cafeterias können noch günstiger Essen anbieten. Auch sollen die Cafés, welche nach dem freiwilligen Zahlungssystem arbeiten, ausgebaut werden.

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Die freiwilligen Mitarbeiter arbeiten zum Großteil ehrenamtlich. So können die Menschen, die wenig selbst haben, etwas zurück geben. Nicht nur im Warenmarkt an der Kasse, sondern auch die Waren verfahren, holen, alles verpacken, putzen, einräumen und sortieren, so viele Möglichkeiten sind gegeben.

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Aber es geht nicht nur um obdachlose Menschen oder um Menschen, die in Not geraten sind, auch nicht nur um Flüchtlinge. Es geht um jeden einzelnen Menschen. Die Lebensmittel, welche an anderer Stelle in den Müll gewandert wäre, kann andere Menschen ernähren. Deshalb ist der Mensch an sich die Zielgruppe der Organisation.

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In Deutschland hat in Berlin-Neukölln im Frühling 2016 ein Restaurant eröffnet, bei dem es ähnlich zu geht – auch hier wandert auf den Teller, was sonst im Müll gelandet wäre. Teile den Beitrag, wenn du von dieser Initiative auch begeistert bist.

Quelle Huffingtonpost